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Reisebericht Bagnères-de-Bigorre

Der Jugendbeirat Tutzing blickt auf eine spannende Woche in Tutzings französischer Partnerstadt Bagnères-de-Bigorre zurück.


Die Woche startete für die Delegation mit einem Reisetag. Zunächst ging es in den frühen Morgenstunden mit dem TGV nach Paris und anschließend weiter in Richtung Süden.

Der Abend mit Ankunft und gemeinsamen Abendessen mit Stéphane Barthe, dem stellvertretenden Bürgermeister, stand ganz im Sinne des gegenseitigen Kennenlernens.


Nach einer geruhsamen Nacht und französischem Frühstück mit Blick auf den Pic du Midi wurden die Jugendbeiräte ins Rathaus der Gemeinde eingeladen. Vorort wurden den Jugendlichen die verschiedenen Partnerschaften und deren anstehende Besuche von Bagnères vorgestellt.


Nach gemeinschaftlichem Foto der Freundschafts-Kommitees mit der Delegation, sowie dem Bürgermeister Bagnères wurde einer der berühmtesten Orte, der Pic du Midi, besucht.

Dies ist einer der bedeutendsten Berge der Pyrenäen, da auf seinem Gipfel ein großes astronomisches Observatorium gelegen ist.

Die Aussichtsplattform, sowie verschiedene Informationsmöglichkeiten sind über eine kurze Fahrt mit der Seilbahn erreichbar.

Neben dem atemberaubenden Blick über die Pyrenäen, durften die Jugendbeiräte einen ganz besonderen Teil des Pic du Midi besuchen. Den Teil der Sternwarte, welcher eines von zwei Sonnen-Teleskopen beinhaltet. Zusammen mit einem Teleskop auf Hawaii wird dort die Sonne 24 Stunden beobachtet. Wie uns berichtet wurde, wäre der Winter die beste Zeit für Sonnenaufnahmen, aufgrund der geringen Luftfeuchtigkeit.


Anschließend ging es für einen Vortrag mit der Seilbahn wieder hinunter in das Skigebiet La Mongie/le Grand Tourmalet. Dort wurde den Jugendbeiräten präsentiert, wie das Skigebiet möglichst nachhaltig, im Sinne der Umwelt betrieben soll und wie der Ausbau zum „Vier- Jahreszeiten-Tourismus-Gebiet“ gestaltet wird.

Mittwoch stand ganz im Sinne von Bagnères, Workshops und dem Erarbeiten von Möglichkeiten der Zusammenarbeit. So wurde der Delegation die Vielfalt der Sportarten und die Beliebtheit von Rugby in Bagnères präsentiert und anschließend die Bedeutung der Thermen nähergebracht.

Die Thermalquellen unterhalb von Bagnères ermöglichen seit etwa hundert Jahren medizinische Behandlungen mit dem mineralreichen Wasser. Sie sind ein bedeutender Teil von Bagnères und zieht Menschen aus ganz Frankreich an.


Um einen tieferen Einblick in die sportlichen Aktivitäten zu bekommen, durften die Jugendbeiräte gemeinsam mit einem der städtischen Sportverantwortlichen, Frédéric Bernès, das nahegelegene Gebiet um den See Payolle erkunden. Neben Tretbootfahren werden Vorort ebenfalls StandUp-Paddling und Kanufahren angeboten.

Bei bestem Sonnenschein genoss die Delegation das fröhliche Treiben um und auf dem See.





Abends bekam die Delegation einen Eindruck von der Bedeutung der Tour de France für die Stadt. Während des Besuchs eines örtlichen Betriebs, dem „Chez Octave“ wurde berichtet, was es für die Stadt bedeutet Teil davon zu sein.


Das Geschäft verbindet die Leidenschaft zum Fahrradfahren mit lokalen Spezialitäten.

Es wird als Geheimtipp unter Fahrradbegeisterten gehandelt seit es im Frühjahr eröffnete.

Das einzigartige Geschäftsmodell ermöglicht es Fahrradfahrern sich zeitweise in den Räumlichkeiten oberhalb des Showrooms zu entspannen, das Fahrrad in der Werkstatt reparieren oder kontrollieren zu lassen und die lokalen Spezialitäten im Bistro zu genießen.


Im Verlauf des folgenden Tages durften die Jugendbeiräte die Umgegend erleben. Neben dem Entdecken der entlegenen Ortsteile Soulagnet und Lesponne, wurden uns die schönsten Ecken Bagnères gezeigt. Neben unglaublichen Aussichten, abenteuerlichen Wegen, versteckten Wasserfällen sprudelten die Gespräche über die Entwicklung des ländlichen Raums.


Am Nachmittag hatte die Delegation nochmals die Möglichkeit mit dem stellvertretenden Bürgermeister und der Vorsitzenden des Komitees für deutsch-französische Freundschaft Ideen zum Ausbau der Verbindung zwischen Bagnères und Tutzing zu diskutieren.

Unter anderem wurde eine Art Stufenplan entwickelt, der zunächst die offensichtlichsten Gemeinschaften fördern solle: Der Kontakt zwischen den Sportvereinen. Durch die gemeinsame Basis und gleiche Interessen, erleichtert das den Kontakt zwischen Jugendlichen und kann durch gemeinsame Aktivitäten gefördert werden.

Danach sollen die Kontakte zwischen den Schulen gestärkt und bei den jeweiligen örtlichen Betrieben auf beiden Seiten ermittelt werden, ob Praktika zwischen den Partnergemeinden eingerichtet werden können.


Am Freitag durfte die Delegation das örtlich betriebene Thermalbad besuchen. Die Führung zeigte die Behandlungsräume, Behandlungsmöglichkeiten, sowie Anwendungszwecke. Laut örtlichen Angaben sei die Therme ausschließlich für medizinische Zwecke, wie beispielsweise Verletzungstraumata. Man können allerdings auch auf das heilende Wasser zugreifen, wenn man aufgrund von Stress entspannen möchte. Diese Anwendungen finden allerdings nicht in de Thermalbädern selbst statt, sondern im nahegelegenen Spa „Aquensis“.


Der Nachmittag ermöglichte den Jugendbeiräten das Örtchen Bagnères nochmals eigenständig zu erkunden, wobei sich die Schönheit des Ortes und des alten Stadtkerns zeigte. Durch die vielen kleinen, eigenständige Läden hat die Innenstadt einen ganz eigenen Charme.




Nachdem das Entspannungsbad „Aquensis“ während der Woche mehrfach angepriesen wurde, nutzen die Jugendlichen die Gelegenheit für einen Besuch.


Nach dem entspannenden Nachmittag ermöglichte Stéphane Barthe den Besuch des nahegelegenen Wallfahrtsort Lourdes mit seiner imposanten Kirche, der heiligen Grotte und den Pilgerstätten.


Der Samstag bot der Delegation einen Einblick in die lokalen Feierlichkeiten des Fests „Bandas et Fleurs“, bei dem unter anderem die ortsansässigen Bands auftreten, durch die Innenstadt ziehen und schließlich in einem Contest konkurrieren.


Der letzte Tag der wundervollen Woche startete wieder früh am Morgen mit der Fahrt zum Bahnhof Tarbes.



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